So funktioniert gemeinschaftlicher Eigenverbrauch
Eine einzige Anlage auf dem Gemeinschaftsdach versorgt die teilnehmenden Eigentümer und die Gemeinschaftsflächen. Jeder Teilnehmer erhält nach einem Aufteilungsschlüssel – fest oder stundenweise variabel – einen Anteil am Ertrag; was er nicht verbraucht, wird auf seiner Rechnung gutgeschrieben.
Wer nicht teilnimmt, trägt keine Kosten, und die Gemeinschaft kann später weitere Teilnehmer aufnehmen, indem sie den Schlüssel beim Netzbetreiber aktualisiert.
Welche Mehrheit die Versammlung braucht
Erneuerbare Energien auf Gemeinschaftseigentum sind einer der am leichtesten zu fassenden Beschlüsse: Das spanische Wohnungseigentumsgesetz verlangt nur die Zustimmung eines Drittels der Eigentümer, die ein Drittel der Anteile vertreten. Weder Einstimmigkeit noch einfache Mehrheit sind nötig.
Wer nicht zustimmt, zahlt die Anlage nicht und kann später gegen Zahlung seines aktualisierten Anteils beitreten. Wir bereiten für die Verwaltung die Unterlagen vor: technischen Vorschlag, Kosten, geschätzte Ersparnis je Wohnung und den Beschlusstext.
Förderung für Gemeinschaften: FACTOR 2026 geschlossen, Ermäßigungen bleiben
Eigentümergemeinschaften gehörten zu den am besten geförderten Antragstellern im Programm FACTOR 2026 der Balearen-Regierung: Photovoltaik bis zu 70 Prozent, Speicher 30 bis 45 Prozent und Ladepunkte in der Garage bis zu 70 Prozent, maximal 2.500 € je Ladepunkt. Die Antragsfrist wurde am 17. Oktober 2026 geschlossen, weil das Budget ausgeschöpft war. Hat Ihre Gemeinschaft bereits einen Antrag gestellt, unterstützen wir Sie beim Verwendungsnachweis.
Weiterhin gelten die kommunalen Ermäßigungen bei IBI und ICIO, die viele Gemeinden auf Mallorca auch für Gebäude in Wohnungseigentum gewähren. Wir erstellen und stellen die Anträge. Eine mögliche neue Ausschreibung behalten wir im Blick.
Wer teilnehmen kann
Teilnehmen können die Eigentümer im Haus und auch die Geschäfte im Erdgeschoss, deren Tagesverbrauch ideal zum Eigenverbrauch passt. Die Vorschriften erlauben zudem Verbraucher in der Nähe: innerhalb von 500 Metern, mit derselben Katasternummer oder am selben Trafo.
In Anlagen mit mehreren Blöcken ermöglicht das eine gemeinsame Anlage für alle statt einer je Gebäude.
Mit den Gemeinschaftsflächen beginnen
Aufzug, Treppenhaus- und Garagenbeleuchtung, Wasserpumpen und Poolfilter laufen täglich und überwiegend tagsüber – der beste Einstieg: Die Gemeinschaft spart vom ersten Monat an, unabhängig davon, wie viele Eigentümer mitmachen.
Eine 20-kWp-Anlage auf dem Dach eines Wohnblocks in Palma erzeugt rund 31.500 kWh im Jahr. Allein die Gemeinschaftsverbraucher decken damit einen großen Teil der Rechnung, der Rest wird auf die Teilnehmer verteilt.
Laden von Elektroautos in der Garage
Für einen Ladepunkt am eigenen Stellplatz braucht es keinen Beschluss – eine Mitteilung an die Gemeinschaft genügt. Sinnvoll ist aber, die ganze Garage auf einmal zu planen, mit vorbereiteter Leitung und Lastmanagement, damit weitere Nachbarn nur noch anschließen müssen.
Hat die Gemeinschaft eine Solaranlage, laden die Autos mit dem Mittagsüberschuss – der günstigsten Energie des Tages.
Für Hausverwaltungen
Wir arbeiten regelmäßig mit Hausverwaltungen in Palma und auf ganz Mallorca: ein technischer Ansprechpartner, ein versammlungsfertiger Vorschlag, Anträge auf Ermäßigungen, Anmeldung und ein Ertragsbericht für den Jahresabschluss der Gemeinschaft.
Wir begleiten Sie durch den ganzen Prozess
Das Schwierigste ist die Einigung. Deshalb unterstützen wir Sie vom ersten Tag an:
- Technische und wirtschaftliche Analyse des Gebäudes mit Ersparnis je Wohnung
- Klare Präsentation für die Eigentümerversammlung
- Aufteilungsschlüssel und Unterlagen für den Netzbetreiber
- Installation, Anmeldung und Anträge auf Ermäßigungen
- Monitoring und Unterstützung für die Hausverwaltung